Gewitter

Von Minka

Ich liege auf dem Sofa und bin unschlüssig. Gleich wird es ein Gewitter geben und es lohnt sich nicht mehr baden zu gehen. Alle sind draussen, liegen in den Freibädern auf ihren Frotteetüchern mit Delfin- oder Wellenmotiven und langweilen sich vermutlich. Sie tun etwas gegen die Langeweile indem sie zum Kiosk gehen. Dort kaufen sie ein Eis und packen es gleich aus. Wenn sie auf ihren Frotteetuchplätzchen zurück sind, ist das Eis schon halb gegessen. Dann sitzen sie da und überlegen, was sie nach dem Eisessen tun könnten. Die Frauen schauen, was die anderen Leute für Figuren haben und fühlen sich dicker oder weniger dick als sie. Dann richten sie ihr Oberteil zurecht oder fahren mit der Hand über das Schienbein und prüfen, ob schon Stoppeln zu spüren sind. Dann ist es wieder langweilig und sie gehen ins Wasser. Beim Aufstehen ziehen sie mit den Fingern die verrutschte Badehose über die Arschbacken. Wie jammerschade.

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1 Kommentar »

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  1. Langsam tröpfelt die Gesschichte hin, um mit einem ziemlich überraschenden Ende aufzuwarten. Es gehört ja zu den wohl schwierigsten Aufgaben im literarischen über Sex so zu schreiben, dass man nicht das Gefühl von Pornographie bekommt, aber trotzdem nachempfinden kann, was gemeint ist. Das gelingt Minka hier ganz phantastisch.

    Kommentar von Don Dahlmann — 28.07.2006, 01:14 #

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