14 (rückblickend ist es ein wenig beängstigend)

Von Fragmente

Ich bin vierzehn, es ist Sommer. Die Schulferien sind gerade vorbei. Ich komme in die 9. Klasse. Ich mag meine Schule nicht. Ich habe Probleme mit dem Mathelehrer, dem Lateinlehrer und der Französischlehrerin. Susanne, Verena, Brigitte und ich bilden eine Notgemeinschaft. Wir hängen miteinander rum, und wenn es hart auf hart kommt, dann lassen sie mich hängen. Ich kenne das schon aus der 6. oder 7. Klasse, als mich ein Junge öfter mal in der Pause verprügelt hat. Alle haben es gesehen, keiner hat mir geholfen. Ich bin 14, es ist Sommer, ich denke nicht mehr daran, daß ich mal ein Underdog gewesen bin, ich bin froh genug, jetzt nur noch ein Außenseiter zu sein, und viele Jahre später, wenn ich doppelt so alt sein werde, werde ich mich an die Prügel und das Wegsehen erinnern und denken, daß es keine bessere Schule hätte geben können. Fürs Leben.

Weiterlesen…











Angetrieben von Eitelkeit, Mitteilungsbedürfnis und WordPress. Das exquisite, minimalistische Aussehen wurde mit Hilfe des „Hiperminimalist Theme“ von Borja Fernandez erreicht. Einträge und Kommentare können abonniert werden. Bisher wurden Besucher gezählt.