Gewitter

Von Minka

Ich liege auf dem Sofa und bin unschlüssig. Gleich wird es ein Gewitter geben und es lohnt sich nicht mehr baden zu gehen. Alle sind draussen, liegen in den Freibädern auf ihren Frotteetüchern mit Delfin- oder Wellenmotiven und langweilen sich vermutlich. Sie tun etwas gegen die Langeweile indem sie zum Kiosk gehen. Dort kaufen sie ein Eis und packen es gleich aus. Wenn sie auf ihren Frotteetuchplätzchen zurück sind, ist das Eis schon halb gegessen. Dann sitzen sie da und überlegen, was sie nach dem Eisessen tun könnten. Die Frauen schauen, was die anderen Leute für Figuren haben und fühlen sich dicker oder weniger dick als sie. Dann richten sie ihr Oberteil zurecht oder fahren mit der Hand über das Schienbein und prüfen, ob schon Stoppeln zu spüren sind. Dann ist es wieder langweilig und sie gehen ins Wasser. Beim Aufstehen ziehen sie mit den Fingern die verrutschte Badehose über die Arschbacken. Wie jammerschade.

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Frau Grabow und ich

Von ichichich

Die rosarote Schürze einer Konditorin ist der Inbegriff des Wörtchens adrett. Von süßen Törtchen, Konditorseminaren und der Wichtigkeit, Frau Grabow nie in Flip Flops zu begegnen.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Meine Zuneigung zu Frau Grabow rührt vor allem aus der Begeisterung für ihre Produkte – einer Begeisterung, die gelegentlich ins fetischhafte schwappen mag, aber sei’s drum: Törtchen, Kuchen, Gebäckstücke, goldbraun schimmernd, bepudert mit feinstem Zucker und dem leckersten Obst gefüllt, warm dampfend und mit dem Geruch frischer Hefe … ich schweife ab.

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Tiefer

Von Lucky

Die Luft ist kühl, aber drückend und sehr feucht. Kleine klebrige Erdpartikel legen sich auf die Haut, in die Nase und den Mund. Die Schaufel und die Spitzhacke liegen schwer in der Hand. Die ersten Blasen platzen auf, und das Blut verbindet sich mit dem lehmigen, feuchten Staub. Der Rücken schmerzt. Der Boden ist sehr hart und steinig, ich muß immer zuerst eine Schicht der schweren feuchten duftenden Erde mit der Spitzhacke auflockern, um sie dann mit der Schaufel nach oben zu befördern.

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Wehmut

Von Hurra Blog

Henrieke ist eines der sonnigsten Mädchen, das ich kenne. Sie hat dickes, welliges blondes Haar in einem geflochtenen Zopf, sie trägt bunt-verspielte Ohrringe und einen filzenen gelben Mantel. Ihre Augen sind klein, leuchtend und fröhlich. Sie mag Röcke und das VHS-Kino, und sehr wahrscheinlich auch Schweden. Sie mag jeden Menschen, wie man sich erzählt.

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