27 going on 17

Von Spurced

Sie hieß Rebecca. Becky. So nannten sie die Mädchen in ihrer Clique, Betonung auf dem „y”: Beck-yyy. Ich sah sie zum ersten Mal, als ich vor den Kunsträumen darauf wartete, mich in einer weiteren Malstunde gegen meine Unkreativität zu wehren. Beck-yyy war sehr kreativ. Sie hatte sich ihr Bett selbst gezimmert, das Kopfende mit Industrieschaum besprüht und blau lackiert. Aber davon hörte ich erst, als mir längst klar war, wie fantastisch Beck-yyy war.
Sie war eine Stufe unter mir (mein einziger Triumph!), hatte hüftlange, gewellte braune Haare, die sie in der Mitte scheitelte und eine Nase wie ein winziges, auf den Kopf gestelltes Komma. Als sie an diesem Tag an mir vorbeiging trug sie, und ich kann nicht glauben, dass ich mich daran erinnere, aber ich erinnere mich: einen langen Hippierock, einen Ledermantel mit Pelzkragen, sie war barfuß. Ich war hingerissen.

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Ein komischer Sheriff

Von 500Beine

Als der Dauerregen vormittags eine Pause einlegt, setz ich mich auf eine Kippe und ein paar Notizen in die Malteser Gründe, dem Park hinterm Haus der Jugend.
Hier haben wir früher getobt, gesoffen, im Gebüsch gebumst mit Geräuschen: Als Lena und ich zwischen den Sträuchern wieder hervortraten, ihr tat der Rücken weh von den spitzen Steinchen, hat man uns mit freundlichem Applaus empfangen.

Viele Jahre später, ein Typ nähert sich vorsichtig. Etwa mein Alter. Dünnes rötliches Haar unterm Käppi. Rötlicher Schnauzbart. Armeeklamotten.

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