Ein Abend im Juli
Ich haue mir noch einen Löffel in die Nase und lege The Jam auf und trete feste aufs Gas.
Das Aggregat hinter mir Brüllt auf und ich fliege nach Hause.
Zuhause angekommen geht es mir noch nicht besser, ich gehe in meine Wohnung doch irgendwie ist sie seltsam leer.
Ich fühle mich zum ersten Mal seit Jahren nicht wohl dass ich hier alleine bin.
Alles stimmt nicht mehr. Ich gehe zum Anrufbeantworter als ich höre das Bea spricht breche ich die Aufnahme ab.
Das brauch ich jetzt nicht auch noch. Ich muss jetzt erstmal dafür sorgen dass Steffi wieder zurück zu uns kommt. Wie soll der Planet denn wieder Stabilität bekommen wenn sie jetzt auch noch die Schwalbe macht und mit so Arschlöchern rumhängt.
Stilloses, saufendes, Pack.
Ich nehme zwei Downer und komme langsam wieder zur Ruhe. Dann schaffe ich es tatsächlich zwei Stunden zu schlafen.
Als ich wieder aufwache geht es schon etwas besser.
Es ist jetzt 22 Uhr. Ich gehe ins Bad, mein Anrufbeantworter blinkt aber ich reagiere nicht, ich will Beas Stimme nicht hören, sie bringt hier auch nur alles aus den Gleichgewicht.
Aber es lockt doch. Nein, ich werde nicht drangehen.
Das kann ich im Moment gar nicht gebrauchen. Ich merke wie ich schon wieder etwas nervös werde und dringend einen Beschleuniger brauche um auf jeden Fall gewappnet, reaktionsfähig, und schnell zu sein, wenn es was passieren sollte, und dass wird es heute Nacht, ich spüre die Luft vibrieren.
Ich lege Peter auf, “the jinx“ dröhnt aus den Lautsprechern, zur Freude meiner Nachbarn während ich mich anziehe um meine Wohnung zu verlassen.
Der Bass und die Gitarre, sie schwingen noch in meinem Hirn während ich zum Wagen gehe.
Die Wichser haben es doch tatsächlich geschafft das Steffi nicht mehr mit uns sein möchte.
Wir waren doch ein gutes Team, zwei sind mittlerweile gegangen und können nicht mehr zurückkommen. Das muss doch reichen, das ist doch schon schlimm genug. Ihnen zu ehren werde ich nun die Upstarts hören während ich mir mit dem Porsche meinen Weg in die Stadt bahne.
Zuerst in die Cocktailbar, hier nehme ich zwei Gin Tonic, und das obwohl Gin Tonic mich in höheren Dosen aggressiv macht.
Vielleicht muss ich es respektieren, denke ich beim Trinken. Eigentlich habe ich sie nicht wirklich geliebt, oder doch, oder nur auf meine spezielle Art.
War sie nur ein Zeitvertreib?
Wie ist das ehrlich zu sich selber zu sein?
Ich weiß es nicht.
Vielleicht hat Frank ja Recht und sie war nur ein Spielzeug, ein Zeitvertreib, mehr nicht.
Leben ist ja bekanntlich Veränderung, so sagt man ja, also verändern wir uns auch.
Vier Gin Tonics später entscheide ich mich ins Rock zu fahren
Anmerkung des Autors:
Es war vor ca. 2 Jahren als ich nachmittags in einem Café eine Frau traf, welche mir bekannt vorkam, die ich aber nicht einordnen konnte. Sie grüßte mich, wir kamen ins Gespräch, sie erzählte mir fast ihr ganzes Leben, und ich konnte dabei nicht eine Parallele zu meinem feststellen. Trotzdem kannte ich sie und sie kannte mich. Zum Abschied sagte sie das es schön sei zu sehen was aus mir geworden sei und das es sie gefreut hätte mich wieder zu sehen.
Zuhause versuchte ich mich zu erinnern, und irgendwann viel mir ein wer sie gewesen sein musste. Sie war eine der Frauen gewesen welche ich damals in einer, für mich heute nicht so nicht mehr vorstellbaren, Egophase zu meinem Vergnügen „benutzt“ hatte. Warum hasste sie mich nicht?
Ich begann nun zu rekonstruieren und die Geschehnisse seit diesen Abend zusammen zu tragen, aufzuschreiben und in eine chronologische Reihenfolge zu bringen. Diese Erzählung ist ein Auszug daraus. Der Windhund heute, hat eigentlich nichts mehr mit dem Windhund in der Erzählung zu tun sie ist nur ein Teil einer Entwicklung. Ich bitte sie deshalb als Wertfrei zu betrachten.
Achtung, der Text ist sehr lang. Weitere Anmerkungen in den Kommentaren.
Nachdem ich nun einige Tage wieder mit Bea verbrachte, wird mir mehr und mehr klar das sie meint wie wären in irgendeiner Form zusammen.
Ich glaube sie sieht eine Beziehung, ich sehe sie jedoch nicht.
Nun muss ich allerdings feststellen, dass ich mich entgegen meiner normalen Einstellung ein Gefühl von Verantwortung zu bekommen und mich deshalb von ihr fernzuhalten. Es geschieht zu ihren besten.
Ich bin verwirrt, dass macht mich wankelmütig und beleidigt. Auch bin ich mir nicht klar wie ich überhaupt zu ihr stehe.
Ich kann doch jetzt nicht einfach umkehren und ich kann und will jetzt auch nicht darüber nachdenken.
Oder habe ich Angst?
Weiß ich überhaupt noch irgendwas?
Egal ich wollte nicht nachdenken.
Also werde ich sie mir aus den Gedanken vögeln. Lass uns einen Strich darunter ziehen.
Deshalb habe ich mich dazu entschieden den Kolumbianischen Home Store aufzusuchen und mir ein brillantes Wochenende zu gönnen. Frank kontaktieren, den Wagen voll tanken und los.
Von Duisburg aus fahre ich nach Düsseldorf.
Die Bars in denen ich einkehrte vermittelten mir jedoch nicht den Eindruck dass hier etwas zu starten sei was meinen Ansprüchen gerecht werden würde. Während ich auf Frank warte überbrücke ich die Zeit mit bunten Getränken.
Zwei Cocktails später taucht Frank endlich auf und ich kann die Wüste hier endlich verlassen.
Wir machen uns auf den Weg nach Köln um dort unser glück zu versuchen.
F.: „ich dachte schon Du willst jetzt auf ernst machen mit Bea.
W.: „ Wie kommst du denn da drauf? Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und außerdem fängt sie an drückend zu werden. Jeden Tag telefonieren, sehen und gestern, gestern ging sie tatsächlich davon aus das ich nach der Arbeit, natürlich weil selbstverständlich, gleich zu ihr komme, ohne das wir das vorher abgemacht hätten.“
F.: „Das nennt man Beziehung.“
W.: „ Was ist das? Habe ich mir so was angeschafft, ich glaube nein. Ich habe dieses Wort nie in den Mund genommen.“
F.: „So, so.“
W.: „ SO, So heißt soviel wie mein du mal. Ganz blöd bin ich auch nicht“
F.: „ Blöd nicht, aber schon etwas aggressiv würd ich sagen.“
W.: „ Ich bin nicht aggressiv, ich habe nur den Kopf mit einem Arsch voll Fragen auf die ich keine Antworten mehr weiß. Und das, dass entwickelt sich hier langsam zu einem Scheiß Problem.
In Köln angekommen bietet sich mir eine ähnliche Situation wie in Düsseldorf.
So geht das nicht weiter, denke ich mir. Es kann doch nicht sein das sich so schnell alles ändert.
Zwei Clubs später finde ich endlich das Objekt meiner Begierde, es Funkt und das triebhafte Suchen hat endlich ein Ende.
Also ich um 5:45Uhr die Strasse vor ihrer Stundentenbehausung betrete fühle ich mich schlecht.
Nicht nur ein bisschen, nein sondern richtig.
Alles ist fahl und grau, die Welt, die Menschen und mein Inneres.
Macht mir jetzt mein Gewissen einen Strich durch die Rechnung?
Warum?
Habe ich was unrechtes getan?
Wieder Fragen, wieder keine Antworten, und damit es überhaupt zu einen Punkt kommen kann beantworte ich mir die Frage einfach mit einen NEIN.
Ich muss meinen Planeten stabilisieren, alles muss wieder in geregelte Bahnen.
Ich will, ich muss duschen.
Ich kontaktiere Frank als ich zuhause ankomme, er hat sich ebenfalls den Abend versüßt.
Na bitte, geht doch alles läuft wieder normal.
Ich gehe zum Anrufbeantworter und höre ihn ab.
Beas Anrufe drücke ich gekonnt weiter. Christorph stellt sich die Frage wo wir denn sind und ob was abgeht am Wochenende. Man hätte ihn bescheid sagen können. Ich muss jetzt mir jedoch erstmal die letzte Nacht vom Körper waschen, 2 Stunden duschen später fühle ich mich wieder Sauber und bearbeite mit Zahnseide mein Gebiss.
Steffi fragt ob ich in der Stadt wäre und ob man sich nicht auf einen Kaffee in vertrauter Umgebung treffen könnte, sie will mir etwas sagen.
Steffi hat jetzt einen neun Freundeskreis. Ich habe mir so was schon gedacht, so lange wie sie nicht mehr mit uns unterwegs war.
Auf 3 Kaffee verteilt haben einiges bereinigt was von den letzten Monaten zwischen uns schwebte. Es hat etwas Befreiendes und etwas Anklagendes.
Sie wird nicht mehr koksen sagt sie, weil Koks aus Menschen Monster macht.
Hat sie jetzt die Weisheit mit Löffeln gefressen? Außerdem hatten wir diese Diskussion doch letzten erst.
Wahrend sie spricht erinnere ich mich an eine Szene aus meinem Badezimmer. Sie saß im Bad mit gespreizten Schenkeln auf dem WC und enthaarte…[ü 18]… Ich schäme mich für den Gedanken sie zu Ficken während wir jetzt hier zusammen sitzen und über ernste Themen reden. Aber irgendwie muss hier doch noch was sein womit man den geregelten zustand wieder herstellen könnte.
Weiter offenbart sie mir das sie mich Lieben würde und deshalb mich nicht mehr sehen könnte, und mich Hassen und Frank hassen würde für das was wir machen.
Also wie soll ich das jetzt zusammen bringen?
Entweder liebe ich jemanden, oder ich hasse jemanden. Beides geht meines Erachtens nicht wirklich zusammen, oder. Was machen wir denn?
Was will sie mir jetzt hier mitteilen, außerdem kann ich nicht an mich halten und muss ihr doch mitteilen das ihre neuen Kumpanen schlaffe Assis sind mit denen ich nicht zu tun haben möchte und das sie besser Heim kommen soll wo sie hingehört.
Heim kommen…. Ein komischer begriff, aber unser leben muss doch weiter laufen.
Ich sitze hier mit einer Fremden wenn ich mir so anhöre was sie zu sagen hat. Somit nimmt unsere Unterhaltung an dieser Stelle einen unangenehmen lauf.
Und sie offenbart mir dann noch das sie mich Liebt, das macht sie doch nur damit ich mich schlecht fühle. Ich kenne sie doch die Tricks.
Nach unserem Treffen bin ich total aufgebracht und ich muss mir erstmal eine Line auf dem Wagendach ziehen.
Ich denke wieder an meinen Anrufbeantworter und das ich mich jetzt doch einfach mal zurückziehen könnte, irgendwie verspricht Beas Stimme Sicherheit für mich aber dann bedeutet sie ja auch das mein Planet nicht mehr sicher ist. Außerdem, warum ist sie jetzt schon wieder in meinem Kopf?
FRAGEN, ich werde Wahnsinnig.
Also kann ich Bea heute nicht treffen, das hat keinen Sinn, außerdem bin ich immer noch nicht davon ab sie gar nicht mehr zu sehen. Sie stellt meinem gewohnten Leben eine zu große Gefahr dar. Außerdem möchte ich sie nicht verletzen. Was rede ich hier eigentlich?
Außerdem möchte ich sie nicht verletzen das Gespräch mit Steffi hat mich mehr aufgewühlt als mir lieb ist ich weiß auch nicht wirklich warum.
Habe ich sie jemals geliebt?
Was stelle ich mir hier für Fragen?
Warum?
Es ist doch eh egal, sie hasst mich.
Das Autotelefon geht und Frank ist dran.
W. „ich habe Steffi gerade getroffen.
F. „ach und wo treibt sie sich in letzter Zeit rum? Ist sie immer noch mit den Pfeifen da unterwegs?“
W. „Ja, und sie findet das auch noch toll! Die sind ja nicht andauernd drauf so wie wir, sagt sie. Trinken nur Alkohol, versoffen Bande, glaub mir. Auch sind sie älter und Reifer meint sie. Wenn ich so was schon höre.
F. „was regst du dich denn so auf?“
W. „ich rege mich nicht auf, aber es geht hier ums Prinzip, wie soll denn alles wieder in geregelte bahnen kommen wenn sie jetzt freiwillig aussteigt hier? Sie gehört mir!“
F. „Sie gehört dir? Hast du sie nicht in die Wüste geschickt, einen ca. 5 Seitigen Katalog entworfen der genau festlegt was geht und was nicht. Ich dachte immer sie währe mehr so ein Zeitvertreib für dich.“
W. „ darum geht es hier und jetzt doch gar nicht……..“
Ich merke dass ich viel zu aufgewühlt bin.
„Ich muss heute mal einen Ruhigen machen sage ich.
Veilleicht spät noch ins Rock, wir können uns ja da treffen.“
F. „ ich werde so gegen 2 da sein, mal wieder ehrliche Gitarren Musik hören. Das bringt dich bestimmt wieder runter.“
Ich haue mir noch einen Löffel in die Nase und lege The Jam auf und trete feste aufs Gas.
Das Aggregat hinter mir Brüllt auf und ich fliege nach Hause.
Zuhause angekommen geht es mir noch nicht besser, ich gehe in meine Wohnung doch irgendwie ist sie seltsam leer.
Ich fühle mich zum ersten Mal seit Jahren nicht wohl dass ich hier alleine bin.
Alles stimmt nicht mehr. Ich gehe zum Anrufbeantworter als ich höre das Bea spricht breche ich die Aufnahme ab.
Das brauch ich jetzt nicht auch noch. Ich muss jetzt erstmal dafür sorgen dass Steffi wieder zurück zu uns kommt. Wie soll der Planet denn wieder Stabilität bekommen wenn sie jetzt auch noch die Schwalbe macht und mit so Arschlöchern rumhängt.
Stielloses, saufendes, Pack.
Ich nehme zwei Downer und komme langsam wieder zur Ruhe. Dann schaffe ich es tatsächlich zwei Stunden zu schlafen.
Als ich wieder aufwache geht es schon etwas besser.
Es ist jetzt 22 Uhr. Ich gehe ins Bad, mein Anrufbeantworter blinkt aber ich reagiere nicht, ich will Beas Stimme nicht höre, sie bringt hier auch nur alles aus den Gleichgewicht.
Aber es lockt doch. Nein ich werde nicht drangehen.
Das kann ich im Moment gar nicht gebrauchen. Ich merke wie ich schon wieder etwas nervös werde und dringen einen Beschleuniger brauche um auf jeden Fall gewappnet, reaktionsfähig, und schnell zu sein, wenn es was passieren sollte, und dass wird es heute Nacht ich spüre die Luft vibrieren.
Ich lege Peter auf,“ the jinx“ dröhnt aus den Lautsprechern, zur Freude meiner Nachbarn wären dich mich anziehe um meine Wohnung zu verlassen.
Der Bass und die Gitarre sie schwingen noch in meinem Hirn während ich zum Wagen gehe.
Die Wichser haben es doch tatsächlich geschafft das Steffi nicht mehr mit uns sein möchte.
Wir waren doch ein gutes Team, zwei sind mittlerweile gegangen und können nicht mehr zurückkommen. Das muss doch reichen, das ist doch schon schlimm genug. Ihnen zu ehren werde ich nun die Upstarts hören während ich mir mit dem Porsche meinen Weg in die Stadt bahne.
Zuerst in die Cocktailbar, hier nehme ich zwei Gin Tonic, und das obwohl Gin Tonic mich in höheren Dosen aggressiv macht.
Vielleicht muss ich es Respektieren, denke ich beim Trinken. Eigentlich habe ich sie nicht wirklich geliebt, oder doch, oder nur auf meine spezielle Art.
War sie nur ein Zeitvertreib?
Wie ist das ehrlich zu sich selber zu sein?
Ich weiß es nicht.
Vielleicht hat Frank ja Recht und sie war nur ein Spielzeug, ein Zeitvertreib, mehr nicht.
Leben ist ja bekanntlich Veränderung, so sagt man ja, also verändern wir uns auch.
Vier Gin Tonics später entscheide ich mich ins Rock zu fahren.
Ich stabilisiere mich etwas auf der Toilette indem ich mir die Nase Puder gehe zum Tresen, trinke aus und gehe zum Wagen. Die Luft ist Warm und drückend. Fast tropisch, und der Mond steht voll und Rot am dreckigen Himmel.
Ich schwinge mich in den Wagen und fahre ins Rock.
Den Wagen auf den Parkplatz gestellt.
Der Empfang an der Türe ist gerade zu herzlich, man hat sich ja schon lange nicht mehr gesehen.
Der Besitzer kommt noch mit zur Bar und wir trinken noch zwei Gin Tonic.
„Deine Freundin ist auch da.“
Meine Freundin, welche Freundin?
Ist mir da was entgangen, ich lasse den Blick durch den laden schweifen und entdecke Steffi wie sie hinten mit ihren neuen „Freunden“ steht.
Da kocht es schon wieder in mir hoch, und in meinem virtuellen Ohr beginnt Peter schon wieder The Jinx zu singen.
Was lächelt der Typ jetzt so bescheuert.
Steffi entdeckt mich und dreht sich immer wieder aus seinem Arm den er verzweifelt versucht um sie zu legen, während er in der anderen Hand sein Bier jongliert.
BIER!
Das passt ja.
Stielloses Pack, und Steffi spielt nun mit ihnen und nicht mehr mit uns, mit mir.
Ich brause innerlich auf, Ex den Gin weg und bestelle den nächsten.
Frank kommt rein, setzt sich neben mich und bestellt einen Scotch.
W. „Oh, ist der Lord Siegelbewahrer auch zu uns gekommen? Schau mal rüber, da Steffi mit ihren neunen Freunden“
F. „ ach ja,?!“
Steffi wird die Situation unangenehm
Frank und ich trinken.
Steffi wechselt andauernd den Ort, kommt aber nicht zu uns.
Sie scheint es ernst zu meinen mit dem das sie mit uns brechen möchte. Ich merke das ich es ernst damit meine das die Typen scheiße sind und gar nicht zu ihr passen.
Sie ist doch viel zu crazy als das sie sich mit so Pfeifen abgeben kann.
Was soll die Show hier dann bitte?!
Mein Blut siedet.
Ich gehe auf die Toilette um nachzulegen. Als ich sie verlasse kommt mir einer von ihren Begleitern entgegen, er macht keine anstallten auf Seite zu gehen, ich werde nicht weichen.
Platzhirsch gehabe, das ich mich zu solchen scheiß Spielchen hinreißen lassen muss. Ich könnt kotzen. Tief bohrt sich mein Oberarm in sein weiches Gewebe, Sport scheint ihm fremd
zu sein. Sein Torso schwingt zur Seite wie eine Schwingtür du ich höre noch ein „Ey“ hinter mir welches ich ignoriere, ohne dabei den Spiegel über der Bar aus den Augen zu lassen um für einen eventuellen Angriff gewappnet zu sein
Schwanzloser Flachwichser, aber wenigstens nicht so ein total Spacko wie sein Freund der die ganze Zeit versucht an meiner Steffi rumzufummeln.
Als ich wieder zu Frank komme dreht sich Steffi gerade wieder aus den Arm des Oberaffen.
„OK, es ist ihre Entscheidung, aber irgendwie gehört sie doch mehr zu uns“ sage ich.
„Zu uns, oder zu Dir?“
„Das ist doch jetzt mal so was von Egal“ sage ich.
Es ist Oldizeit und die Cramps singen „I Wanna get in your Pants“
„Gin!“ Rufe ich dem Barkeeper zu.
Frank nuckelt immer noch an seinem Scotch rum.
Steffi macht anstallten zu gehen.
Beim verlassen müssen sie hinter uns vorbei gehen. Da kann ich ihr noch einmal einen verächtlichen Blick zuwerfen.
„Sie liebt mich, und darum Hasst sie mich“
„Sie hat sich die ganze Zeit über geliebt“ sagt Frank „das Hassen ist neu“
Mein Aggressionspegel erreicht ein neues Rekordhoch des Abends.
Jetzt schlägt mir der Lord Siegelbewahrer hier noch die Axt in den Rücken.
Als ihr spezieller Begleiter hinter mir rausgeht verpasst er nicht mich noch schön anzurempeln. War ja klar, musste passieren, was mich ärgert ist nur ich war nicht richtig vorbereitet und verschütte deshalb einen Teil meines Drinks auf der Bar.
Jetzt bin ich wirklich sauer.
„Du entschuldigst“ sag ich zu Frank und drehe mich im gleichen Moment zu unseren neuen Helden um.
W.: „Ja Bitte?“
H.:„Was ja Bitte?“
W.:„Du hast meinen Drink verschüttet, da sagt man Entschuldigung, die Erziehung deiner Erziehungsberechtigten scheint bei dir nicht hängen geblieben zu sein“
H.:„Oh, ein Klugscheisser“
W.:„Deine Begleitung hängst nicht sonderlich am Leben oder?“
Sage ich zu Steffi welche bemüht ist zwischen uns stehend ihn nach draußen zu schieben
Ich erhebe mich, und Steffi schafft es tatsächlich ihn nach draußen zu drücken.
Langsam folge ich ihnen, und werde Zeuge der üblichen „was sollte das“ Diskussion vor der Tür.
Ich vergewissere mich das sie mich nicht sehen können und lächele in mich hinein.
Die Diskussion vor der Tür scheint zu eskalieren.
Während der eine Begleiter den Wagen holt wird es zwischen Steffi und den Schlechterzogenen langsam sehr laut, zu laut.
Auf einmal höre ich Steffi aufschreien.
Ich blicke um die Ecke und sehe wie er sie an den Haaren am Hinterkopf hält und sie Anschreit das sie ja gerne bei uns bleiben könnte wenn wir doch so toll wären.
Das war mein Signal!
Ich springe die Treppen hinunter.
Darauf habe ich gewartet, den ganzen Abend, er hat eine Grenze überschritten was er besser nicht gemacht hätte. Es geht hier nicht nur darum zu wem sie gehört, sondern um mehr, niemand berührt sie gegen ihren Willen, und wenn die Erziehung nicht greift, so werde ich jetzt greifen.
Ich schnappe ihn mir in seinen fettigen Gelhaaren und schlage seinen Kopf durch die Glasscheibe der Preistafel.
Ich bin vollkommen aus dem Häuschen.
Niemand zieht meiner Steffi an den Haaren und niemand versucht sie mit gewallt zu etwas Zwingen.
Noch während er auf Knie sinkt zieht es mein Knie unter sein Kinn.
Jetzt beginnt das Geschrei, was das Türpersonal auf den Plan ruft, das allerdings nicht so richtig weis wie es sich nun verhalten soll.
„Reicht es, oder darf es noch ein bisschen mehr sein?“ Frage ich ihn
Steffi rennt ins Rock zurück er Rappelt sich auf und beginnt gleich auf mich einzuschlagen.
Dabei reißt er mir den Ärmel meines Sakkos ein und erwischt mich im Gesicht.
Als ich den Geschmack von Blut in meinem Mund bemerke fällt der Vorhang.
Als ich wieder zu mir komme ziehen Frank und ein Türsteher mich nach hinten weg, während ich immer und immer wieder den Kopf des Helden auf die Motorhaube des Wagens seines Freundes dresche.
„Niemand“ Sage ich „Niemand, hast du das verstanden?“
Steffi steht zwischen uns, „Das ist das was ich meine“ schreit sie „Ihr seit Monster, kein Maß kein Gewissen, keine Liebe und nie Mitleid“ und rennt durch das Tor auf die Strasse.
Der Freund des Helden hat unsern Helden mittlerweile ins Auto verfrachtet und zieht mit quietschenden Reifen vom Hof.
Frank rennt zum Wagen, während der Türsteher beruhigend auf mich einredet.
Ich bin hingegen schon wieder ganz Ruhig und mache mir nun Sorgen wegen der Ordnungskräfte, genauso wie Frank welcher die Beifahrertür eines Wagens aufstößt.
„Steig ein man!“
Wir rauschen aus der Stadt Richtung Autobahn.
„Was ist los man? Ich dachte echt du legst in kalt ab! Auch wenn er eine Pfeife ist, du kannst ihn doch nicht so durchlassen, der Typ“
„Unser Held“ sage ich
„Von mir aus auch unser Held, ist doch gerade mal die Hälfte von dir“ Wobei Frank ein wenig lachen muss.
Ich begutachte mein Gesicht, kontrolliere die Nase und die Zähne, aber bis auf eine kleine Platzwunde auf der Wange, ein paar Kratzer im Gesicht und dem kaputten Sakko scheine ich nichts abbekommen zu haben.
„Aber wirklich, der Held hatte ja schon fasst kein Gesicht mehr, mach mal pause Mensch“
„Wende an der nächsten Ausfahrt, du kannst mir noch einen gefallen tun.“
„Ich werde dich weder zurück ins Rock, noch zu Steffi fahren“
„Nein, nein sage ich, wende einfach“
„Ich möchte da noch jemanden Besuchen.“ Ich merke wie ich fühle dass es im Moment für mich nur einen Sicheren Ort geben kann. Es ist eskaliert, ich habe totalen Kontrollverlust und muss mich erstmal fangen. Irgendwas stimmt nicht mit mir.
Irgendwas fuchtelt in meinem Hirn. Ich habe wohl wirklich übertrieben, Frank hat sonst nie Kommentiert wenn es mal zu einer Auseinandersetzung kam.
„Es ist halb drei!“
„Eben, die Nacht hat gerade erst begonnen“
„Wer wohnt hier“ fragt Frank als er mich vor Beas Haus absetzt.
„Ist noch nicht wichtig, aber Steffi hätte wenigstens Danke sagen können“
Ich schleiche mich über die Einfahrt wie ein Dieb rüber zum Nebeneingang.
Als Bea mir in meinem Lieblingstrainigsjersey öffnet schaut sie etwas schockiert. „Was ist geschehen?“ Fragt sie. Sie ist sehr verstört. Ich lege meine Finger auf ihre Lippen.
„ist nicht so wichtig“ Höre ich mich sagen.
Ich gehe ins Bad, wasche mein Gesicht und das Blut von meinen Händen.
Während ich Richtung Schlafzimmer gehe lasse ich meine Sachen im Flur von mir fallen.
Ich merke wie eine vollkommene Erschlaffung meiner Muskeln Einzug hält, auch kann mein Geist nicht mehr meinen Körpern steuern.
Bea schleicht wie ein verängstigter Hund hinter mir her.
Ich lasse mich aufs Bett fallen und Rolle mich Seitlich zusammen.
„Ich muss mich nur kurz ausruhen, OK?“
„Ja, sicher ist es OK, nur was ist den Passiert?“
„Ist heute nicht mehr wichtig“ sage ich.
Sie legt sich hinter mich.
Mein virtuelles Ohr spielt mir Androgynis von den Replacements ein.
Mein Körper vibriert noch etwas und ich bemerke wie meine Muskeln beginnen zu Zucken.
Ich drehe mich zu ihr.
„Wenn du jemanden liebst, kannst du ihn gleichzeitig hassen?“
Sie schaut mich fragend an.
„Kann man Dir wirklich trauen?“
„ich konnte noch nicht mal deine erste Frage beantworten“ sagt sie.
Sie rückt näher.
Jetzt fühle ich mich schlecht, sie ist immer so ehrlich und ich bin das Mistvieh. Gestern noch war sie mir wieder Egal und in diesen Moment kann ich nicht ohne sie leben.
Bitte nicht berühren, bitte nicht, im Moment bin ich noch zu schmutzig.
Ich schlafe ein.
Als ich um 6 Uhr kurz erwache ziehe ich sie zu mir und fühle zum erstmal seit langem wieder sicher. Vielleicht schaffe ich jetzt mir die Müdigkeit weg zu schlafen.
Als ich um 13 Uhr erwache ist sie schon längst wach.
Ich frage sie „Hast du in den nächsten 2 Stunden etwas vor?“
B.: “Nein was ist los“
W.:“ Ich möchte dir nicht weh tun, aber vom letzten Wochenende erzählen.“
Ich setze mich und beginne zu rekonstruieren.
8 Kommentare
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Das unkorrigierte Original des Textes ist im Forum „Die hoeflichen Paparazzi“ erschienen und kann unter dieser URL nachgelesen werden.
-> Link
Was mir an dieser Geschichte von Anfang an gefallen hat, ist ihre Atemlosigkeit. Die Hauptperson hetzt durch ein Leben, dass nur von innen so aussieht, als ob es kontrollierbar sei. Letztlich merkt sie es in diesem Abschnitt der Geschichte auch, oder beginnt zumindest damit, Lehren zu ziehen. Das der Geschichte ein großes Maß Authenzität zu Grunde liegt, macht sie in meinen Augen noch stärker, auch wenn der Ton und die Stilelemente vielleicht nicht gerade literarische Feinkost sind. Mich spricht aber diese Schnelligkeit und diese zugekokste Rücksichtslosigkeit auch der Sprache gegenüber an.
Danke an Anko Ankowitsch vom HöPa Forum und natürlich Windhund für die Freigabe auf dieser Seite.
Kommentar von Don Dahlmann — 01.11.2005, 19:25 #
koks hin oder her – die vielen fehler machen den text zur qual. also mir halt.
Kommentar von popdylan — 02.11.2005, 11:28 #
Hab diese Geschichte gerne gelesen. Sie zeigt mir das mein „Danke nein“ berechtigt war als mir das erste mal son Zeug angeboten wurde.
Kommentar von Legatus — 02.11.2005, 15:42 #
Bis zum Bersten mit Fehlern gefüllt, unglaublich und vor allen Dingen unerträglich zu lesen. Vielleicht authentisch, aber auch unspektakulär, stilistisch wie inhaltlich. Habe nach dem Schnupperabschnitt keinerlei Lust verspürt noch weiter zu lesen. „Mein Leben auf Drogen“, die 263ste.
Der Nächste, bitte.
Kommentar von Tom Maurer — 02.11.2005, 16:13 #
Ja, man kann über die Fehler streiten, aber das bringt mich immer wieder auf die Frage, wie sehr, und warum die Rechtschreibung so wichtig ist für einen Text. Ehrlich gesagt ist mir das nicht so recht klar. Ich lese Texte, gerade dann auch die, die mir sehr gefallen, völlig unabhängig von der Rechtschreibung (nicht von der Sprache). Der Text soll ja was bei auslösen, und nicht die Form. Die Form spielt sicher in Sachen Verständlichkeit eine Rolle, aber inhaltlich? Rein emotional hat sie (für mich) nix damit zu tun. Wenn mich Texte anrühren, zum weinen oder zum lachen bringen, dann ist mir die Form egal, denn es geht mir um den Inhalt, um das was mich berührt hat. Gerade bei so einem Text sagt die fehlerhafte Rechtschreibung zu dem inhaltlich auch noch was aus.
Was den letzten Satz angeht. Eine ziemlich einseitige Haltung. Wäre es danach gegangen, hätte man nach „Fear and Loathing“ keinen Text mehr über Drogen schreiben müssen. Aber da kam dann doch noch einiges, siehe Trainspotting.
Aber das ist ja das schöne und das schwere an der Literatur, vor allem an der, die im Netz stattfindet, dass sie sich „normalen“ Definitionen teilweise noch entzieht und es schwer ist, völlig für oder gegen etwas zu sein.
Kommentar von Don Dahlmann — 02.11.2005, 16:31 #
Warum die Rechtschreibung so wichtig ist? Ist sie nicht, hängt ja kein Leben davon ab. Für den Ein oder Anderen ist es aber eine Form von Mindestanspruch, der schon gegeben sein sollte, wenn der Autor erwartet, dass man sein Wirken ernst nimmt. Mal ehrlich: Ist doch nicht anders als wenn beim Film das Mikro im Bild hängt. Oder jemand mit Schluckauf vorliest. Unnötige Fehler, Schlampereien und Aussetzer schaden der Wirkung und erschweren es dem Leser, sich in die Geschichte fallen zu lassen, in der Handlung einzutauchen. Und das ist doch – egal wie oberflächlich die Geschichte ist – gewissermaßen ein Ziel des Geschichtenerzählers. Die Leute zu bewegen, mitzureissen und zu unterhalten.
Die Offenheit im Umgang mit dem Medium in allen Ehren, aber mich erinnert das zu sehr an die allgegenwärtigen Lobkartelle. „Huch, wir sind ja alle so kreativ, und wir interpretieren in jeden Text so lange rein, bis wir ihn als gelungen verkaufen können. Toll, wie wir uns allen Definitionen entziehen, damit auf einmal alles wertvoll ist.“ So wirkt das leider auf mich. Das geht dann so weit, dass die Rechtschreibfehler – ohne erkennbaren Hinweis dieser Art – ja auch Absicht sein könnten. Dada will rise again…
Der letzte Satz ist natürlich unfair. Aber ich frage mich angesichts der Blogs und Veröffentlichungen deutscher Autoren schon, warum so wenig fiktives auf die Beine gestellt wird. Wie schon besprochen: „Mein Leben“, so lautet offenbar der inoffizielle Titel jeder zweiten Geschichte heute. Irgendwie vermisse ich die Geschichten, die mich WIRKLICH in fremde Orten und Personen entführen, und frage mich, was jene Autoren in ihrer Kindheit gelesen haben, dass da so wenig Interesse am Erfinden übrig blieb.
Kommentar von Tom Maurer — 03.11.2005, 13:11 #
Ich glaube, es wird in keinen Medium so viel gelogen, wie in Blogs, wenn es um die „eigenen“ Geschichten geht. Ich lese die Storys auch selten unter dem Aspekt der Authenzität, so dass mir der Narzismus nicht auffällt.
Alles, was seit ein paar Jahren in der Blogszene so auftaucht, ist ja noch neu. Von der Technik bis zur Sprache und ich bin mir auch sicher, dass es Blogs gibt, die das klassische Geschichenerzählen beherrschen. Finden muss man sie halt, was nicht leicht ist, aber gerade dafür wurde ja auch diese Seite ins Leben gerufen.
Was die Diskussion um die Rechtschreibung angeht: Ja, da hab ich wohl eine recht exklusive Meinung. Auf der anderen Seite müssen Brüche mit der gängigen Rechtschreibung ja nicht nur dem Staat überlassen werden :)
Kommentar von Don Dahlmann — 03.11.2005, 17:55 #
Seit De Quincey’s „Confessions of an Opium-Eater“ (1821) hätte es demnach keine weiteren Drogengeschichten gebraucht. don hat recht, danach kam noch was. Tippfehler führen allerdings tatsächlich zum Anziehen der Lesebremse. Schlampig genähte Hemden kratzen auch.
Kommentar von kid37 — 08.11.2005, 17:19 #