Samstag Nacht, kein Fieber
Es ist Samstag und München und 22:10 Uhr und ich bin gerade heimgekommen. Da stimmt natürlich was nicht. Ich komme nicht drauf, was da nicht stimmt, werfe die Tasche in die Ecke, die Schuhe von mir, das seltsame Gefühl mit einem Kopfschütteln hinterher. Dann geh ich ins Bad, um mir die Farbe aus dem Gesicht zu waschen. Dabei fällt mir ein, was da nicht stimmt. Die nächsten zwei Minuten starre ich einigermassen fassungslos in den Spiegel. Zurück blickt einigermassen gelangweilt eine Frau über 30 und fragt sich, warum mir das erst jetzt klar wird. Die weiss das offensichtlich schon länger, vielleicht sieht sie deshalb immer so müde aus. Es ist nämlich so: Früher begann ich ungefähr um diese Zeit, mir die Farbe ins Gesicht zu malen. Viel Farbe. Als ich die Samstagnacht noch ernst bzw. mitnahm, stand eine 8 oder eine 9 davor, keine
1 Kommentar
RSS-Feed für die Kommentare auf dieser Seite.
Kommentare? Hier nicht.

Schon erstaunlich, das mit dem Älter werden. Gerade am Wochenende sehr, sehr lange mit Bov Bjerg darüber gesprochen, was sich verändert, wenn die 40 so nah am Horizont steht, dass man sie keinesfalls mehr ignorieren kann. Martina Kink schreibt nicht über die 40, aber darüber, wie es ist, am Wochenende durch Bars zu gehen und sich einer Armee von freigelegten Hüften gegenüber zu stehen. Klare Worte und ein bißchen Nostalgie zeichnen diesen Text aus.
Kommentar von Don Dahlmann — 03.04.2006, 11:53 #