schlafen

Von suna 🏛️

ein samstag zum ausschlafen, dachte ich. ein samstag zum nachholen jener stunden an schlaf, die ich die woche zuvor verschenkt hatte, mir geschenkt hatte, weil in den tag hinein leben nicht ging und aus dem tag hinaus leben in die nacht hinein leben bedeuten musste. einmal die nacht verlebt, bis es wieder hell wurde und licht der tag sich ankündigte mit rosa und grau auf dem himmel hinter den häusern und als streifen auf der wand auf der haut, aufzeigend, dass der vorhang nicht schloss (nie schließt) bei offenem fenster. ein anderes mal hinein in die nacht bis weit nach mitternacht, bis der arm wiederholt in gefühlslosigkeit versank, als das gespräch nie verebbte, das telefon am ohr, so hab ich mit a einen teil der letzten nacht in seiner wohnung verbracht, eine – wie er es nannte – Ära zu ende gebracht, mit einem telefongespräch über die vergangenen drei jahre, über das kennenlernen und besser kennenlernen seiner selbst und der anderen, die man trifft, wenn sie schon wer sind, schon wer geworden sind in den jahren davor und man all das mit geschenkt bekommt und nur annehmen kann und mitnehmen kann und mit neuem und gemeinsamen ergänzen kann. ein gespräch also über das glück, mein glück, unser aufeinandertreffen in einer bar in hongkong, in die mich die hohen schwarzen stiefel getragen haben, sagte a, die stiefel, bei deren wahl sämtliches personal und publikum und champagne des kenneth cole stores auf dem broadway involviert gewesen war, weil das die interkontinentalen jahre gewesen waren, die nur monate gewesen waren, die in der erinnerung jedoch schwerer als manche anderen jahre wiegen, weil sie bereicherten und veränderten und ermöglichten, mich herauszunehmen aus allem und zu ordnen und abgestandenes abzugießen und von diesem niveau aus neu was anzufangen mit mir.

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5 Kommentare

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  1. Ein nicht leicht zu lesender Text, nicht nur wegen seiner langen Sätze, sondern auch wegen den vielen kleinen Bildern, die da eingelassen sind. Aber das mag ich an den Texten von suna sowieso, dass immer ein wenig atemlos sind, und dass man manchmal zwei, dreimal lesen muss, um alles zu verstehen.

    Kommentar von Don Dahlmann — 18.05.2006, 13:49 #

  2. Macht ihr hier eigentich noch weiter?

    Kommentar von Simon — 09.07.2006, 15:47 #

  3. Prinzipiell ja. Das Problem ist, dass Ix und ich hier alleine sind, viel arbeiten müssen, nebenbei noch andere Blöogs führen und wir dazu noch wenig Input (also Links zu guten Texten) bekommen. Deswegen ist das etwas zäh hier. Wird aber besser, sobald ich Zeit habe, gehe ich mal wieder auf die Suche nach neuen Texten. Freue mich aber auch über jede Zusendung.

    Kommentar von DonDahlmann — 09.07.2006, 17:31 #

  4. Dann wäre vielleicht das hier begutachtenswert:

    http://myblog.de/relax/art/3916342/KONKRETE_ABFOLGE_SUBORIENTIERTER_GEDANKEN_#comm

    Kommentar von Simon — 11.07.2006, 17:45 #

  5. Danke! Das ist nicht schlecht, aber ein bisschen kurz.

    Kommentar von DonDahlmann — 17.07.2006, 19:28 #

Kommentare? Hier nicht.